LiteraturreviewInfliximab und Upadacitinib bei schwerer CU am schnellsten wirksam
Bei schwerer Colitis ulcerosa (CU) ist eine rasche Symptomkontrolle von großer Bedeutung. Wie groß sind die Unterschiede beim Einsatz fortgeschrittener Therapien in dieser Patientengruppe? Gastroenterologen aus Kanada, den USA und Österreich habe diese Fragestellung anhand einer Post-hoc-Analyse der Daten von 11 randomisierten kontrollierten Studien untersucht. Die besten Ergebnisse sowohl bezüglich der raschen Wirksamkeit als auch der Ansprechraten wurden dabei bei Einsatz von Infliximab und Upadacitinib erzielt.
Eingeschlossen wurden insgesamt 1.781 Biologika-naive Patienten mit schwerer endoskopischer CU (Mayo endoscopic score [MES] 3), die eine Standardinduktionstherapie mit Infliximab, Adalimumab, Golimumab, Vedolizumab, Ustekinumab, Mirikizumab oder den Januskinase-Inhibitoren Tofacitinib oder Upadacitinib erhielten. Primärer Endpunkt war die frühe PRO-2-Response, definiert als mindestens 50%ige Reduktion von Stuhlfrequenz und rektalen Blutungsscores nach zwei Wochen im Vergleich zur Baseline. Infliximab (35,1%) und Upadacitinib (32,4%) zeigten hier die besten Ergebnisse.
Im Vergleich zu Placebo wurden ebenfalls für Upadacitinib (adjusted odds ratio [aOR] 6,38; 95% CI: 2,11–19,23, p = 0,001) und Infliximab (aOR 4,49; 95% CI: 2,05–9,85, p < 0,001) die höchsten PRO-2-Ansprechraten ermittelt. Auch nach der Induktionsphase bis Woche 8 waren die PRO-2-Ansprechraten bei Einsatz von Infliximab (72,2%) und Upadacitinib (59,5%) am höchsten. Bei CU mit MES-2 wurden mit allen eingesetzten Wirkstoffen besserere Ergebnisse als bei MES-3 erzielt, schreiben die Autoren. Vor allem bei Ustekinumab, Tofacitinib, Vedolizumab und Mirikizumab seien bei MES-3 deutlich schlechtere Ergebnisse erzielt worden.
- Wong ECL et al. Infliximab and Upadacitinib Demonstrate Superior Early Onset of Efficacy in Biologic-Naïve Ulcerative Colitis With Severe Endoscopic Disease. Am J Gastroenterol 2026; doi.org/10.14309/ajg.0000000000003940
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