KognitionKognitive Defizite und aktive CED – ein bidirektionaler Zusammenhang
Aus retrospektiven Studien gibt es Hinweise, dass bei CED ein erhöhtes Demenzrisiko besteht. US-Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie bei 356 älteren CED-Patienten (60–89 Jahre, im Median 70 Jahre, 60% mit Morbus Crohn), 42% von ihnen mit kognitiven Defiziten bei der Eingangsuntersuchung, einen bidirektionalen Zusammenhang beobachtet:
- Ein symptomatisch aktiver CED bei Studienbeginn war mit einer signifikanten Verschlechterung des kognitiven Testscores (Montreal Cognitive Assessment, MoCA) beim Follow-up nach einem Jahr verbunden (aOR 3,01; 95% CI: 1,20–7,50).
- Defizite in der Gedächtnisdiagnostik bei Studienbeginn – sog. „delayed recall“, eine Subdomäne des MoCA – wurde mit einer symptomatisch aktiven CED beim Follow-up assoziiert (aOR 2,22; 95% CI: 1,10–4,47).
Quelle
- Kochar B et al. The Bidirectional Relationship Between Cognitive Function and Active Inflammatory Bowel Disease. Am J Gastroenterol 2026. doi.org/10.14309/ajg.0000000000003965
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