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Perianale Fisteln1. Wahl bei fistulärem MC: Infliximab & Adalimumab

26.03.2025
Ausgabe 2/2025
2 min. Lesedauer

Bei Patienten mit Morbus Crohn (MC) kommt es häufig zu perianalen Abszessen oder Fisteln, deren Ursachen nicht eindeutig geklärt sind. Das medikamentöse Management von MC-assoziierten Analfisteln (perianal fistulizing CD [PFCD]) konnte durch den Einsatz der Tumornekrosefaktor-alpha-Inhibitoren Infliximab und Adalimumab erheblich verbessert werden. Mit der Verfügbarkeit weiterer Biologika (Ustekinumab, Vedolizumab) sowie Januskinase (JAK)-Inhibitoren sind die Chancen für eine dauerhaft wirksame Erhaltungstherapie weiter gestiegen, um das Wiederauftreten von Analfisteln zu verhindern, schreiben japanische Gastroenterologen in einem aktuellen Review zum PFCD-Management [1]. Stammzelltherapien könnten das therapeutische Spektrum erweitern. >>

Kohortenstudie in NorwegenFatigue – großteils unabhängig von Remission einer CED

26.03.2025
Ausgabe 2/2025
2 min. Lesedauer

Fatigue ist ein häufiges gesundheitliches Problem sowohl bei Patienten mit Colitis ulcerosa (CU) als auch mit Morbus Crohn (MC) und hält bei vielen Betroffenen selbst in Remission an. In einer norwegischen Kohortenstudie bei 711 neu diagnostizierten CED-Patienten (CU: n=471, MC: n=240) hatten von den Studienteilnehmern in Remission ein Jahr nach Krankheitsdiagnose 45%–55% eine substanzielle und 25%–35% eine chronische Fatigue, abhängig von der Definition der Remission. In der Studie wurde untersucht, inwieweit die Definition einer Remission Einfluss auf das Fatiguerisiko hatte.

DGVSGeschlechterunterschiede bei CED vermehrt im Fokus

26.03.2025
Ausgabe 2/2025
2 min. Lesedauer

Beim CED-Management wurden große Fortschritte erzielt, aber die langfristigen klinischen Remissionsraten stagnieren trotz Verfügbarkeit neuer hochwirksamer Medikamente. Zu den aktuellen Forschungsfeldern zählt die Präzisionsmedizin auf Grundlage der Krankheitsbiologie und klinischen Verläufen unter Berücksichtigung auch geschlechtsspezifischer Unterschiede. Bei der DGVS-Tagung 2024 in Leipzig berichteten Gastroenterologen der Medizinischen Hochschule Hannover über eine monozentrische Querschnittserhebung zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei klinischen und immunologischen Aspekten bei CED-Patienten.

CED in DeutschlandBiologikaverordnungen von 2012 bis 2020 um das 2,5- bis 3,5-Fache gestiegen

26.03.2025
Ausgabe 2/2025
2 min. Lesedauer

Im Zeitraum von 2012 bis 2020 stieg die CED-Prävalenz gemäß Daten von GKV-Versicherten in Deutschland kontinuierlich. Der Anteil der deutschen Bevölkerung mit Colitis ulcerosa (CU) stieg geschätzt von 0,30% auf 0,38%, die Prävalenz von Morbus Crohn (MC) von 0,26% im Jahr 2012 auf 0,33% im Jahr 2020. Deutliche Veränderungen gibt es auch bei den Verordnungen von Medikamenten. Biologikaverordnungen nahmen im Untersuchungszeitraum bei CU etwa um das 3,5-Fache und bei MC um das 2,5-Fache zu. Am höchsten waren die Prävalenzen von CU 2020 bei 65- bis 69-Jährigen (0,57%) und von MC bei 55- bis 59-Jährigen (0,49%).

KohortenstudieCED: steigende Krebsinzidenzen im Verdauungstrakt

16.12.2024
Ausgabe 1/2025
1 min. Lesedauer

In einer kanadischen Kohortenstudie mit 25-Jahres-Follow-up wurden die Krebsinzidenzen im Verdauungstrakt bei 110.919 CED-Patienten in den Jahren 1994 bis 2019 mit denen von gematchten 1.109.190 Kontrollpersonen verglichen. In beiden Gruppen wurden abnehmende Inzidenzen von kolorektalen Karzinomen beobachtet. Insgesamt zeigten sich aber bei CED-Patienten rascher steigende Krebsinzidenzen im Verdauungstrakt als in der Kontrollgruppe, insbesondere für Dünndarm-, Gallengangs- und Leberkarzinome. Der Anstieg wurde auch nach 2010 beobachtet, als zunehmend moderne Immunsuppressiva inkl. Biologika zum Einsatz kamen.

Kongress Viszeralmedizin 2024Positive Interimsdaten zu Ozanimod bei Colitis ulcerosa

16.12.2024
Ausgabe 1/2025
1 min. Lesedauer

Der Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-Rezeptoragonist Ozanimod ist auch bei stark vorbehandelten Patienten mit moderater bis schwerer Colitis ulcerosa (CU) wirksam. Das zeigt eine Zwischenauswertung der deutschen Beobachtungsstudie COLIBRI bei 107 Patienten. Eine symptomatische klinische Verbesserung (Reduktion kombinierter 6-Punkt Stuhlfrequenz [SFS] und rektaler Blutabgang [RBS] um ≥1 Punkt und > 30% vs. Baseline plus Reduktion des RBS ≥1 Punkt oder absoluter RBS ≤ 1 Punkt) in Woche 10 wurde bei 36,3% bzw. 48,2% der Patienten erreicht, eine symptomatische Remission (RBS=0, SFS≤1) bei 23,8% und 26,8% .